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Donnerstag, 11. März 2021
16:00 – 19:00 Uhr

Kostenfreie Rufnummer:
0800 - 5 33 22 11

Experten:

  • Dr. med. Christiane Karrenberg;
    Niedergelassene Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie; Osteologin DVO; Sportmedizin, Chirotherapie, Akupunktur; Osteologisches Schwerpunktzentrum DVO; Rösrath
  • Dr. med. Daniel Dobbert;
    Niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie und Fachgebundene Radiologie-Skelett; Dessau
  • Dr. med. Isolde Frieling;
    Niedergelassene Fachärztin für Endokrinologie; Osteologin (DVO); Osteoporosezentrum Hamburg Neuer Wall
  • Dr. med. Friederike Thomasius;
    Osteologin DVO, Innere Medizin, Koordinatorin der Leitlinienkommission Osteoporose des DVO (Dachverband Osteologie e.V.); Frankfurter Hormon- und Osteoporosezentrum; Frankfurt/Main
  • Dr. med. Ortrun Stenglein-Gröschel;
    Fachärztin für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin; Osteologin DVO; Orthopädie im Reichsgraf, Ambulantes osteologisches Schwerpunktzentrum DVO; Coburg
  • Dr. Thorsten Freikamp;
    Geschäftsführer des Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e. V.; Düsseldorf

Osteoporose-Risiko Hormonmangel
Wie Frauen Knochenbrüchen vorbeugen können – und warum auch Männer betroffen sind

„Ich wusste gar nicht, dass ich Osteoporose habe“ – so reagieren viele der rund 6,3 Millionen von einer Osteoporose Betroffenen auf ihre Diagnose. Denn der Verlust von Knochenmasse und der Abbau der Knochenstruktur vollziehen sich in aller Stille – bis einer der geschwächten Knochen bricht. Der Bruch von Wirbelkörpern, einer Rippe oder eines Unterarms ist oftmals das erste Anzeichen einer Osteoporose überhaupt. Nicht selten ist die Osteoporose ein Zufallsbefund, zum Beispiel bei einer Röntgenuntersuchung oder weil Betroffene über Rückenschmerzen klagen. Frauen leiden etwa fünf Mal häufiger an Osteoporose als Männer. Ein Grund dafür ist der Umbruch im Hormonhaushalt im Zusammenhang mit der Menopause, den so genannten Wechseljahren. Wie sich eine Osteoporose frühzeitig entdecken lässt, worauf es bei der Behandlung der Osteoporose nach einem Bruch ankommt – und warum auch Männer auf ihre Knochengesundheit achten sollten, dazu informieren Fachärztinnen und Fachärzte am Lesertelefon.

Der Knochenbruch als Warnsignal
Damit ein gesunder Knochen bricht, müssen große Kräfte einwirken, denn Knochen sind aufgrund ihrer Struktur äußerst stabil. Ein Knochen, der durch eine Osteoporose geschwächt ist, kann jedoch schon bei geringer Krafteinwirkung nachgeben. Wirbelkörper beispielsweise können schon bei einem Sturz aus dem Stand oder aus geringer Höhe einbrechen. Auch bei größeren Knochen wie Ober- oder Unterarm, Oberschenkel- oder Hüftknochen können Stürze zum Bruch führen, die ein gesunder Knochen unbeschadet übersteht. Doch oftmals wird ein Knochenbruch gar nicht als Warnsignal für eine Osteoporose erkannt. Laut Angaben der International Osteoporosis Foundation (IOF) erhalten 60 Prozent der betroffenen Frauen nach einer Knochenschwundfraktur keine entsprechende Behandlung. So geht wertvolle Zeit verloren, in der eine geeignete Therapie den weiteren Abbau der Knochendichte bereits verringern und weiteren Stürzen vorbeugen könnte. Wie gravierend die Einbußen in der Lebensqualität sind, zeigt die Statistik der IOF: Sechs von zehn Patienten mit einer Hüftfraktur benötigen noch nach einem Jahr pflegerische Unterstützung.

Hormone und Knochendichte – ein Thema für Frauen und Männer
Von den derzeit rund 6,3 Millionen Menschen mit Osteoporose sind nach Angaben des Aktionsbündnis Osteoporose etwa 5,2 Millionen Frauen, 1,1 Millionen sind Männer. Dass Frauen so viel häufiger betroffen sind, liegt hauptsächlich am Einfluss des Östrogenhaushalts auf den Knochenstoffwechsel. Östrogene hemmen einerseits die Wirkung von Zellen, die den Knochen abbauen, andererseits fördern sie die Aufnahme von Kalzium und steigern die Durchblutung des Knochens. Zusätzlich sind Östrogene an der Bewegungskoordination – und damit der Vermeidung von Stürzen – beteiligt. Im Laufe der Wechseljahre geht die Ausschüttung von Östrogenen bei Frauen stark zurück und der natürliche Abbau von Knochenmasse wird beschleunigt. Doch Osteoporose ist nicht nur Frauensache: Auch bei Männern können hormonelle Veränderungen das Osteoporoserisiko erhöhen. Ein Mangel an männlichen Geschlechtshormonen – der so genannte Hypogonadismus – zählt neben anderen zu den Risikofaktoren für osteoporotische Knochenbrüche.

Handeln, möglichst vor dem ersten Knochenbruch
Risikofaktoren für eine Osteoporose sind neben dem Alter und dem Geschlecht zum Beispiel eine erbliche Vorbelastung, bereits aufgetretene Knochenbrüche, eine frühzeitige Menopause, Vorerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Diabetes oder eine Erkrankung des Verdauungstrakts sowie die Einnahme von Kortison-Medikamenten. Wer eindeutige Risikofaktoren aufweist, sollte eine Knochendichtemessung vornehmen lassen, um dem weiteren Knochenabbau entgegensteuern zu können. Je nach Knochendichte und Alter können gezielte körperliche Aktivität, Änderungen im Ernährungsverhalten, Maßnahmen zur Sturzprophylaxe sowie die Einnahme von Medikamenten helfen. Dazu zählt laut der aktuellen Behandlungsleitlinie neben einer ausreichenden Versorgung mit Kalzium und Vitamin D der Einsatz von Medikamenten, die den Knochenabbau hemmen oder den Knochen wieder aufbauen können. Da es sich bei der Osteoporose um eine chronische Erkrankung handelt, müssen die Medikamente über einen langen Zeitraum, oft auch lebenslang, eingenommen werden.

Expertinnen und Experten am Lesertelefon
Wann spricht man von einem natürlichen Abbau der Knochendichte und wann von einem krankhaft erhöhten? Gibt es noch andere Ursachen für einen Östrogenmangel? Ab welchem Alter ist eine Knochendichtemessung sinnvoll – und wie läuft die Untersuchung ab? Können Rückenschmerzen ein Anzeichen von Osteoporose sein? Wie wirken Osteoporose-Medikamente? Was kann ich tun, um den Knochenabbau zu verlangsamen?

Antworten auf alle Fragen rund um das Thema Osteoporose geben die Expertinnen und Experten am Lesertelefon.

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