Quelle: Kenny Eliason - unsplash.com

Donnerstag, 29. September 2022
11:00 – 19:00 Uhr

Kostenfreie Rufnummer:
0800 - 0 60 40 00

Experten:

  • Prof. Dr. med. Stephan Holmer;
    Facharzt für Innere Medizin, Teilgebiet Kardiologie, Intensivmedizin; Ärztlicher Direktor des Klinikums und Chefarzt Medizinische Klinik II; Klinikum Landshut
  • Dr. med. univ. Wolfgang Jungmair;
    Niedergelassener Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie; Hypertensiologe DHL; Lipidologe DGFF; Bad Homburg
  • Prof. Dr. med. Reinhard Klingel;
    Facharzt Innere Medizin u. Nephrologie; Wissenschaftl. Beirat d.Deutschen Ges. zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF; Apherese Forschungsinstituts Köln
  • Dr. med. Daniel Kretzschmar;
    Niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie; Goslar
  • Dr. med. Katharina Lechner;
    Fachärztin für Innere Medizin, Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen; Deutsches Herzzentrum München
  • Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen;
    Fachärztin für Innere Medizin; Leitung Arbeitsbereich Lipidstoffwechsel der Medizinischen Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin; Charité – Universitätsmedizin Berlin

Herzinfarkt – Ursachen, Risiken, Prävention
Expertinnen und Experten in der Sprechzeit

Unser Herz leistet ein Leben lang Schwerstarbeit: Fünf Liter Blut pumpt es pro Minute durch unseren Körper – über 7.000 Liter pro Tag. Der Herzschlag ist der Taktgeber unseres Lebens. Alle unsere Körperfunktionen hängen von der kontinuierlichen Leistung dieses einen, gerade einmal 300 Gramm schweren Muskels ab. Wird das Herz krank, kann die Situation lebensbedrohlich werden – so wie bei den 300.000 Menschen, die pro Jahr in Deutschland einen Infarkt erleiden. (1) Dabei kommt es durch den Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße zu einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels. Ohne schnelle Hilfe kann der nicht mehr durchblutete Teil des Herzmuskels absterben und der Infarkt tödlich verlaufen. Die meisten Herzinfarkte treten im Alter zwischen 40 und 80 Jahren auf, wobei die Häufigkeit mit dem Alter ansteigt. (2) Bei Frauen und Männern zeigen sich unterschiedliche Symptome, manche Infarkte verlaufen sogar „stumm“, also ohne erkennbare Anzeichen. Welche Ursachen kann ein Herzinfarkt haben? Wer ist besonders gefährdet und wie beugt man am besten vor? Diese und weitere Fragen beantworten Expertinnen und Experten am Weltherztag, dem 29. September, in der Sprechzeit.

Lebensstil als Risikofaktor
Weitreichenden Einfluss auf die Herzgesundheit hat der persönliche Lebensstil: Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum erschweren es dem Herzen, seine lebenswichtige Arbeit auf Dauer zu bewältigen.Das Problem: Die Folgen eines Lebensstils, der das Herz schädigen kann, zeigen sich oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten, zum Beispiel in Form von zu hohen Blutfettwerten – die Medizin spricht hier von sogenannten „Cholesterinjahren“. Doch zum einen lässt sich die Zeit beim Auftreten einer Herzerkrankung nicht zurückdrehen, zum anderen sind Gewohnheiten umso schwerer zu ändern, je länger sie sich festgesetzt haben. Ein gesunder Lebensstil zählt deshalb zu den wirksamsten Maßnahmen der Vorbeugung, besonders, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen. Denn Krankheiten wie Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Diabetes, erhöhen das Erkrankungsrisiko zusätzlich.

Wie erhöhte Blutfette den Arterien schaden
Sind Cholesterinwerte auf Dauer erhöht, lagern sich Blutfette, die vom Körper nicht abgebaut werden können, an den Gefäßwänden ab. Die Ablagerungen verengen die Gefäße – es kommt zu einer Artherosklerose, auch Arterienverkalkung genannt. Je stärker die Gefäßverengung, desto höher ist das Risiko einer Durchblutungsstörung der hinter der Engstelle liegenden Organe. Zudem können sich Ablagerungen lösen und Gefäße vollständig verschließen. Die häufigsten Folgeerkrankungen der Artherosklerose sind daher die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), auch „Schaufensterkrankheit“ genannt, sowie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Cholesterinwerte im Blick behalten
Der Zusammenhang zwischen Herzgesundheit und Blutfettwerten bietet Betroffenen die Chance, rechtzeitig gegenzusteuern und damit eine schwere Herzerkrankung zu verhindern. Eine Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Überprüfung der Blutfettwerte durch den Haus- oder Facharzt und eine Betrachtung des Gesamtrisiko-Profils des Patienten. Zwei Werte spielen hier eine besondere Rolle: Der Wert für das LDL-Cholesterin zeigt an, wie viel Cholesterin vom Körper nicht mehr abgebaut wird und sich an den Gefäßwänden ablagern kann. Bei einem gesunden Menschen ohne weitere Risikofaktoren sollte der LDL-Cholesterinwert unter 116 mg/dl liegen. (3) Ist er zu hoch, sind Änderungen im Lebensstil oder auch eine medikamentöse Therapie zur Senkung in den Normbereich notwendig. Ein weiterer Wert, der das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen genetisch bedingt erhöht, ist das Lipoprotein(a). Weltweit leiden circa 20 Prozent aller Menschen unter einer Erhöhung des Lipoprotein(a). (4) Auch dieser Wert kann durch eine Laboruntersuchung bestimmt werden.

Herzerkrankungen erkennen, vorbeugen, behandeln – Expert*innen informieren am Lesertelefon
Welches Risiko für einen Herzinfarkt habe ich? Welche frühen Anzeichen gibt es und wann sollte ich damit einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen? Wie wird ein Herzinfarkt diagnostiziert? Welche Risikofaktoren sind bekannt? Wann und wie häufig sollen Cholesterin-Werte überprüft werden? Wie schaffe ich die Umstellung auf einen herzgesunden Lebensstil? Alle Fragen rund um das Thema Herzgesundheit beantworten die Expertinnen und Experten in der Sprechzeit am Weltherztag 2022:

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